Montag, 27. Februar 2012

Zum Rosenberg



25.02.2012

Schon wieder laufen und dann noch mit Kind. Kinder laufen in der Regel nicht gern, ging mir so und geht meiner Tochter so ... aber es muss sein da ich weiss das sie es mir später dankt, hoffe ich ;-)
Vornweg es waren nur 11 km also für ein dynamisches Mädchen im Alter von 11 Jahren ein Klacks :)



Ziel ist dieses Mal der Rosenberg mit einer Höhe von 619 m ,  ein markanter Vertreter seiner Gattung in Nordböhmen, ich war noch nie oben, gibt es doch keinen Gipfel in der Nähe, gab es also auch früher keinen Grund sich dorthin aufzumachen, aber die Zeiten ändern sich halt einmal.
Ausgangspunkt war Hohen Leipe auf der anderen Seite der Kamnitzschlucht. Es ging gleich steil bergab und unten erwartete uns die Grundmühle, fein, wollte ich schon immer mal hin, zwei Fliegen mit einer Klappe.
Nähere Informationen zu dieser Mühle hier:

http://www.czippe.homepage.t-online.de/HomepageClassic01/grundmu.htm




Recht rutschige und glatte Angelegenheit an manchen Stellen 


Heutige Ansicht 

Sicher die ehemalige Halterung des Mühlrades

Steil bergauf zur Kamnitzaussicht mit tollen Ausblicken ins Tal

Unser Tagesziel



Weiter geht es nach Kamnitzleiten  bevor es dann steil in vielen Serpentinen auf den Berg hinauf geht.
Der Rosenberg ist dicht bewachsen und wenn überhaupt nur noch in der Winterzeit mit einer halbwegs Aussicht versehen.

Gipfelkreuz mit den Überresten der ehemaligen Bergwirtschaft

Ausblick zum Hohen Schneeberg



Als Abschluß noch ein Beweisstück das es Freude bereitet hat ;-)


Auf dem Rückweg kamen wir an Zeugnissen des vergangenen Jahrhundertes vorbei, an Bunkerbauwerken der sogenannten Schöberlinie, eines Bestandteiles des Tschechoslowkischen Walls welcher aber nie zum fertig gestellt wurde oder zum Einsatz kam.

Navchzulesen  hier mit einer ebenso interessanten Wanderung:

Wanderung Schöberlinie

Bunker im Wald

Schießscharte

immer sportlich die Kleine
Dann wieder ab ins Kamnitztal, vorbei an der Grundmühle ab ins Auto und heeme :)







Zur Hohen Wostrey

Wanderung 22.02.2012
Da ich auf Grund der Schneelage, derzeit in Zinnwald 100 cm eine sichere Tour suchte entschied ich mich für das böhmische Elbtal.
Ich bewege mich in unbekanntem Terrain ungern auf gut Glück, mag keine Themenwanderwege  also nutze ich Wanderführer, davon die Reihe Wander- und Naturführer vom Bergverlag Rölke oder auch der tolle Wanderführer von Michael Bellmann "Nordböhmen"

Dank Autobahn in 45 Minuten in Aussig, noch einmal 15 Minuten brauche ich zur Burg Schreckenstein am Ufer der Elbe. Aussig, eine hässliche Industriestadt, im 2.Weltkrieg zum Teil zerstört, danach in typisch tschechischem Stil wieder aufgebaut.
Schreckenstein wurde  nach der politischen Wende 1990 wieder an die ehemaligen Besitzer der Familie Lobkowitz rück übereignet.

Das Wette ist sehr diesig, aber glücklicherweise bleibt es trocken.
Das Ziel, die Wanderung Nummer 19 aus dem Wander und Naturführer:
Meine Tour soll vom Parkplatz der Burg Schreckenstein zur Hohen Wostrey führen und zurück über die Prutschelschlucht zum Ausgangspunkt.

Böhmisches Mittelgebirge
Immer höher und immer höher geht es aus dem Elbtal bis auf die Höhen, durch einen Blätterwald, nix aufregendes, angenehme Steigung man kommt trotz langer Unterhosen kaum ins Schwitzen.
Zurück der Blick auf die Burg, der Blick verrät einem schon das mit Fernsicht heute nicht zu rechnen ist. Links im Hintergrund der Burg die Staustufe der Elbe.



Auf der Höhe angekommen sieht man links schemenhaft die Neubauten von Aussig, im Hintergrund die Ausläufer Richtung Schneeberg.



Es werde weiß!


Auf dem Gipfel finden wir die typischen Basaltstrukturen.
Das Tagesziel erreicht gibt es zur Mittagspause eine für mich typische Mahlzeit, Hörnchen mit geräuchertem Mozarella und einer Goldquelle. Die kommt inzwischen leider nicht mehr aus Großpriesen sondern wird laut Etikett in Kruschowitz gebraut und gehört zum Heineken Konzern


Nach einer Pause geht es auf  gefährlich glattem Eis zurück und in Richtung Prutschelschlucht zurück nach Birnai. Erwähnenswert obwohl von mir dieses Mal nicht besucht das frühere Thermalbad was von einem artesischem Brunnen gespeist wurde und ein 31° Grad Wasser bereit stellte.
Die Tschechen keulen auf , mondäne Wohnhäuser auf dem Heimweg.


Fazit:
 Feine Wanderung, mit folgender Einschränkungen: Durch die Nähe zum Elbtal die an dieser Stelle sehr stark befahren ist, 2 Eisenbahnstrecken, Europastraßen ziemlich viel Lärm, immer ein unterschwelliger Lärmpegel  das sind wir nicht gewöhnt .... 14 km Strecke, landschaftlich nur bei guter Fernsicht empfehlenswert.
Auf alle Fälle sollte man sich noch einen Besuch der Burg Schreckenstein zu Gemüte führen.